DIE HÄUFIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN ZU KAFFEEVOLLAUTOMATEN

Wie funktioniert ein Kaffeevollautomat?

Kaffeevollautomaten arbeiten ähnlich wie Espressomaschinen mit Pumpendruck, weshalb der damit zubereitete Kaffee mehr einem verlängerten Espresso als einem Filterkaffee ähnelt. Im Unterschied zur klassischen Espressomaschine sind die Vollautomaten aber elektrisch betriebene, kompakte All-In-one-Geräte. Das heißt, unter ihrem Gehäuse sind sehr platzsparend alle Komponenten verbaut, die es ermöglichen, die Arbeitsgänge vom portionsweisen Mahlen der Bohnen bis zur Ausgabe der gewünschten fertigen Kaffeevariante zu übernehmen. Üblicherweise reicht dazu bei der betriebsbereiten Maschine ein simpler Knopfdruck, die Wartezeit auf einen Kaffee, Latte macchiato oder Cappuccino beträgt weniger als eine Minute. Für einen normalen Kaffee Crema wird eine Portion Kaffeebohnen vom Bohnenbehälter zum Zerkleinern ins Mahlwerk geleitet. Anschließend befördert die Pumpe die benötigte Menge Wasser aus dem Tank in die Brühgruppe, wo es mit einem hohen Druck von rund 8 bar durch das Kaffeepulver gepresst wird. Das fertige Getränk gelangt dann durch den Ausfluss direkt in die bereitgestellte Tasse. Doch nicht nur die Zubereitung des Kaffees läuft automatisch ab, auch die Reinigungs- und Spülvorgänge nach Kaffee- und Milchschaumbezug sind automatisiert.

Technischer Dreh- und Angelpunkt ist somit die Brühgruppe (vielfach herausnehmbar), zu der Brühkammer, Druckkolben (motorbetrieben) und Pumpe (elektrisch) gehören. Das Trester genannte gepresste Kaffeemehl rutscht in einen speziellen Auffangbehälter. Ist eine integrierte Milchschaumfunktion vorhanden, wird diese beim Bezug einer Milchkaffee-Spezialität automatisch aktiviert. Bei einigen Modellen kann die Milch mithilfe einer externen Milchdüse manuell geschäumt und danach dem Kaffee zugegeben werden.

Die häufigsten Fragen und Antworten zu Kaffeevollautomaten

Erfahrungsgemäß sind es immer ähnliche Fragen, auf die fast alle Kunden vor der Entscheidung für oder gegen einen Kaffeevollautomaten Antworten suchen. Auf diese grundlegenden Fragen gehen wir nachfolgend kurz ein.

Wie viele Jahre hält ein Kaffeevollautomat?

Die Lebensdauer wird von direkten und indirekten Faktoren beeinflusst. Grundsätzlich entscheidend sind Material- und Verarbeitungsqualität aller Komponenten, insbesondere der Verschleißteile. Nutzer beeinflussen die Lebenserwartung aber auch selbst durch die Intensität des Gebrauchs und die mehr oder weniger konsequente Reinigung und Pflege. Herstellergarantien decken üblicherweise bei privat genutzten Geräten 24 Monate ab, einige Hersteller bieten auch die Option einer Garantieverlängerung an. Ein optimal gepflegter, normal genutzter Kaffeevollautomat hält ein Jahrzehnt und länger.

Nach 3 bis 4 Jahren beginnt der Verschleiß einzelner Bauteile. Wenn nach dieser Zeit erste Probleme auftreten, dann betreffen diese meist Dichtungen, Druckschläuche und andere Verschleißteile. Kaffeevollautomaten sind aber keine Wegwerfprodukte, Ersatzteile lassen sich meist problemlos nachkaufen und ab dem Mittelklasse-Preisbereich kann eine Reparatur darum sinnvoll sein. Hochwertige Geräte können nach einer Reparatur wieder viele 10 Jahre funktionieren.

 

Warum ist der Pumpendruck so wichtig?

Der typische, intensiv aromatische Kaffee mit feiner Crema aus dem Kaffeevollautomaten entsteht durch den Druck, mit dem das Brühwasser durchs Kaffeepulver gepresst wird. Der Aufbau dieses Drucks ist darum eine Grundvoraussetzung für diese Art des Kaffees. Der Druck, der beim Kaffeemehl ankommen muss, beträgt idealerweise zwischen 7,5 und 9 bar. Die höheren Werte von bis zu 15 bar, die bei Kaffeevollautomaten angegeben sind, beziehen sich auf den maximalen Pumpendruck – dieser lässt aber auf dem Weg zum Kaffeepulver nach, sodass am Ende die gewünschten Werte erreicht werden.

Worauf muss ich als Fan von Milchkaffee achten?

Wer regelmäßig Milchschaum beziehen möchte, muss sich zunächst darüber klar werden, welches System er bevorzugt: Milchschaum auf Knopfdruck (internes System) oder Milchschaum mithilfe einer Aufschäumdüse (externe Lösung). Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Die Milch extern aufzuschäumen bedeutet einen zusätzlichen Aufwand, den aber einige gerne akzeptieren, weil sie so die Schaumkonsistenz selbst beeinflussen können. Ein separater Milchbehälter ist bei gelegentlichem, niedrigen Milchverbrauch sinnvoll, bei regelmäßigem Bezug kann die Milch auch direkt aus der Packung bezogen werden. Das Milchschaumsystem muss hygienisch sauber sein, es gilt also, Ablagerungen von Milchfett in Behältern, Düsen und Schläuchen zu vermeiden.

Welche Vorteile bringt ein Modell mit Display?

Über ein Display lassen sich alle Funktionen bequem steuern, es vereinfacht als die Bedienung des Kaffeevollautomaten.

Meistens ist der Funktionsumfang bei Modellen mit Display auch größer; individuelle Benutzerprofile ermöglichen unterschiedliche Einstellungen für Mahlgrad, Kaffeestärke, Wassermenge und Milchzufuhr. Viele Nutzer schätzen diesen Komfort und bevorzugen Modelle mit Display.

 

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