Kaffeevollautomaten sind der große Trend der letzten Jahre. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen sind Deutschlands Kaffeetrinker deutlich anspruchsvoller geworden und wünschen sich Kaffeespezialitäten, die sie aus dem Urlaub oder vom Italiener kennen, nun auch für zu Hause. Samtige Latte Macchiato oder cremiger Cappuccino haben manche überhaupt erst in Kontakt mit Kaffee gebracht. Diese steigende Nachfrage hat dann auch die Preise für Kaffeevollautomaten purzeln lassen. Vor ein paar Jahren noch konnte ich kaum einen Kaffeevollautomaten unter 700 oder 800 Euro bekommen. Heute dagegen finde ich in jedem Kaffeevollautomaten Test schon viele Modelle, die deutlich weniger als die Hälfte davon kosten und trotzdem schon mit allen wichtigen Funktionen einer solchen Profi-Kaffeemaschine aufwarten können. Der Kaffeevollautomat stellt also längst keinen Luxus mehr dar, sondern ist heute für viele erschwinglich geworden.

Was ist ein Kaffeevollautomat?

Das charakteristische Merkmal eines Kaffeevollautomaten ist seine Kaffeezubereitung in einer Brühgruppe mittels Pumpendruck. Kaffeevollautomaten sind quasi eine Weiterentwicklung der über lange Zeit ebenfalls sehr beliebten kleinen Espressomaschinen, die allerdings nur halbautomatisch und mit Siebträger statt Brühgruppe arbeiten. Ein Vollautomat bereitet jeweils ein bis zwei Tassen einzeln zu. Dafür mahlt er die passende Menge Kaffeebohnen und lässt das Pulver in ein massives Sieb fallen, wo es noch einmal zusammengedrückt wird. Gleichzeitig erhitzt der Automat Wasser auf knapp über 90 Grad und führt dieses für meinen Kaffee unter Druck durch das Sieb. Ein traditioneller Espresso aus einer Siebträgermaschine braucht rund neun Bar, im Kaffeevollautomaten Test arbeiten die Geräte für Espresso und andere Kaffees aber durchgängig mit höherem Druck von 12, 15 oder auch 19 Bar. Dieses Mehr an Druck wird notwendig, weil Vollautomaten die Kaffeebohnen nicht ganz so fein mahlen, wie es ein Barista für seinen Espresso mit der Kaffeemühle erledigt. Das ist aber kein Mangel der Kaffeevollautomaten, sondern eher ein Eigenschutz: zu fein gemahlenes Pulver würde sie einfach zu schnell verstopfen lassen.

Wann nehme ich einen Kaffeevollautomaten?

Wer Kaffee mit einer luftigen Crema, intensive Kaffee-Shots wie Espresso oder Lungo und Kaffee-Milch-Leckereien wie Latte Macchiato und Cappuccino liebt, muss einen Kaffeevollautomaten in die enge Auswahl nehmen. Bei dieser Vielfalt und Kaffeequalität können nur hochwertige Kapselmaschinen noch mithalten. Denen fehlt es dann aber an den Anpassungsmöglichkeiten, die Kaffeevollautomaten im Kaffeevollautomaten Test zeigen, um den Kaffeegeschmack zu individualisieren. Beim Kauf gebe ich für einen Kaffeevollautomaten zwar etwas mehr aus als für andere Kaffeemaschinen-Typen, aber langfristig trinke ich hier meinen Kaffee fast genauso günstig wie mit einer Filtermaschine – selbst wenn ich für Kaffeevollautomaten oft noch manchen Spezialreiniger oder besondere Entkalkungstabletten in regelmäßigen Abständen kaufen muss.

Wie unterscheiden sich Kaffeevollautomat und Kaffeepadmaschine?

Der Wunsch nach aromatischen Kaffeespezialitäten für zu Hause war schon groß, als sich echte Kaffeevollautomaten noch kaum ein Mensch leisten konnte. Das brachte einige Unternehmen – allen voran den Kaffeepad-Pionier Philips – auf die Idee, ein einfaches und günstiges Gerät zu kreieren, das aufwendig vorbereitete Kaffeeportionen auf ähnlichem geschmacklichem Niveau zubereiten konnte. Auch Kaffeepadmaschinen arbeiten dabei mit hohem Wasserdruck, um den Kaffee dann schließlich aus diesen Portionen zu pressen. Das Prinzip ähnelt also dem Kaffeevollautomaten. In den Padmaschinen entfällt aber die komplette weitere Technik wie das Mahlwerk, die komplizierte Brühgruppe, der Bohnenbehälter oder das Zuführungssystem für die Bohnen und mehr. Deswegen sind Kaffeepadmaschinen natürlich wesentlich kompakter als Kaffeevollautomaten und ähnlich groß wie Filtermaschinen. Ohne aufwendige Technik können Pad-Geräte außerdem wesentlich günstiger angeboten werden als ein Kaffeevollautomat. Bei der Anschaffung einer Kaffeepadmaschine spare ich also klar gegenüber dem Vollautomaten. Später wird es aber dann häufig teurer für mich, denn vor allem die Pads der Markenhersteller lassen den Kaffeepreis pro Tasse dann über die laufenden Kosten eines Kaffeevollautomaten steigen – also ein klarer Pluspunkt für den Kaffeevollautomaten, vor allem für regelmäßige Kaffeetrinker.

Vorteile von Kaffeevollautomaten

Im Kaffeevollautomaten Test überzeugen diese Geräte mit einer Reihe von Pluspunkten:

– außergewöhnliche Kaffeequalität im Vergleich mit anderen Kaffeemaschinen
– große Vielfalt an Kaffeespezialitäten
– viele Optionen zur geschmacklichen Gestaltung meines Kaffees
– für magenfreundlichen Kaffee, weil dessen Bitterstoffe durch die kurze Zubereitung nicht in die Tasse gelangen können
– trotzdem einfach zu bedienen
– geringe laufende Kosten

Dazu kommt noch ein anderer Aspekt, den viele ebenso an einem Kaffeevollautomaten schätzen: er macht einfach in jeder Küche etwas her. Gerade wenn ich mich für ein hochwertiges Modell mit einer Front oder Dekor-Elementen aus Edelstahl entscheide, hole ich mir ein Stück Luxus nach Hause, das immer wieder für Aufmerksamkeit sorgt. Und die Kaffeequalität, die diese Geräte erreichen, ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.